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| | 2. Fanfiction von Kristin | |
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Kristin

Anzahl der Beiträge: 1238 Anmeldedatum: 14.02.11 Alter: 24 Ort: Hamburg
 | Thema: 2. Fanfiction von Kristin Fr Nov 25, 2011 11:35 pm | |
| Hallo meine Lieben, Ich habe mich dazu entschlossen eine zweite Fanfiction zu schreiben. Ich hoffe einfach mal das es mir gelingt und es euch wieder so gefällt wie auch schon meine andere Fanfiction. Für Kommentare nehmen wir am besten den schon bestehenden Kommentarthread, oder einfach die Shoutbox. Ich werde wieder die Gedankengänge von verschiedenen Charakteren farblich darstellen. Unten der Farbencode, es kann aber gut sein das noch weitere hinzukommen das werde ich dann aber vor dem jeweiligen Teil ankündigen und hier vorne nachtragen. Diese Klammern [ ] deuten wie auch beim letzten Mal auf Links oder sonstige Anmerkungen meinerseits hin. Wenn ein Musikstück in Klammern steht, stellt euch bitte vor das es irgendwo im Hintergrund läuft. Quasi so wie auch in den Folgen. Ich bin jemand, ich brauche immer Musik um mich und deswegen versuche ich immer passende Musikstücke zu finden um sozusagen die Szene zu untermalen. Klingt komisch aber ich hoffe ihr versteht was damit gemeint ist. Wie auch beim letzten Mal beginne ich nach der letzten Folge. Gedanken Gretchen: ROSAGedanken Marc: BLAUGedanken Mehdi: GRÜNGedanken Tina: ROTIch freue mich immer über Kritiken und Meinungen. Positiv wie negativ. Auch Anregungen und Verbesserungsvorschläge nehme ich gerne an. Viel Spaß beim Lesen. Kristin |
|  | | Kristin

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 | Thema: Re: 2. Fanfiction von Kristin Fr Nov 25, 2011 11:53 pm | |
| Jetzt fängt die Geschichte an. (Na von woher kommt dieser Satz?  ) [http://www.youtube.com/watch?v=KR63Ao9iTh8] Marc öffnete langsam die Augen. Er spürte ihren Atem an seinem Rücken. Dieses Mal ist sie wirklich geblieben. Und ich auch. Gemeinsam Aufwachen. Wenn ich mich umdrehe werde ich sie sehen. Wie sie wohl aussieht wenn sie schläft und langsam aufwacht? Noch war er noch nicht dazu bereit sich zu ihr umzudrehen. Stattdessen dachte er an den gestrigen Tag. Die Leere die er gespürt hatte als sie fort war und ihm geschrieben hatte das sie ein Jahr lang fortbleiben würde. Er dachte daran wie er ins Krankenhaus gerast war um seinen Reisepass zu holen. Erinnerte sich an den kleinen Pascal und dessen Mutter. An den Vater den er behandelt hatte, an den Flughafen, den er deswegen nicht mehr rechtzeitig erreicht hatte. An diese Traurigkeit über ihren Fortgang, welche er gespürt hatte als er auf der Bank gesessen hatte. Und schließlich an die Überraschung als sie sich neben ihn gesetzt hatte. An die Erleichterung sie wieder zu spüren. Wir sind Essen gegangen und haben uns zum ersten Mal unterhalten. So richtig unterhalten. Nicht über die Arbeit. Sondern über uns. Zum ersten Mal habe ich erfahren was sie alles nach dem Abitur erlebt hat. Von ihrem desaströsen London Aufenthalt, als sie Gina besucht hatte und fast in der Themse ertrunken wäre. Als er eine Bewegung hinter sich spürte atmete er noch einmal tief ein und drehte sich zu ihr um. Da lag sie, ihr Gesicht fast vollkommen unter ihrer Lockenmähne verborgen. Noch schlief sie, doch sie war bereits im Begriff aufzuwachen. Vorsichtig strich er ihre Strähnen aus dem Gesicht und musste lächeln als sie daraufhin leise aufstöhnte. Sie sieht schön aus wenn sie so da liegt. Haasenzahn. Gretchen. Er zögerte erst, doch dann beugte er sich zu ihr und küsste sie. Sanft knabberte er an ihrer Unterlippe. Er spürte wie Gretchen sich regte, aufwachte und schließlich den Kuss erwiderte. Marc zog sie näher an sich heran. Zusammen aufwachen ist eigentlich gar nicht so schlimm. Ohh so möchte ich ab sofort immer aufwachen. Das ist ja so schööön!„Guten Morgen“, murmelte sie verschlafen als sich seine Lippen von den ihren lösten. „Morgen“, erwiderte Marc während er sich ihrem Hals zuwandte. Gleich Gutenmorgensex. Definitiv ein Vorteil! Will er etwas schon wieder? Aber wir haben doch die ganze Nacht… Ja er will definitiv wieder. Aber jetzt muss ich ja schon mal nachfragen.„Marc?“ „Hmh“, kam es von ihm, doch er sah sich nicht veranlasst seine Liebkosungen zu unterbrechen. „MARC!“ Gretchen drückte ihn energisch von sich weg. Genervt stöhnte er auf. Was hat sie denn jetzt schon wieder? „Was denn Haasenzahn?“ „Naja sind was ist das jetzt zwischen uns?“ Marc ließ seinen Kopf zurück auf sein Kissen fallen. Muss sie solche Fragen am frühen Morgen stellen? „Was soll den zwischen uns sein?“ Gretchen setzte sich mitsamt Decke auf und verschränkte die Arme vor der Brust. „Marc du weißt ganz genau was ich meine! Haben wir jetzt eine Beziehung oder nicht?!“ Marc rieb sich über das Gesicht und sah sie nachdenklich an. Wenn ich jetzt ja sage werde ich tagtäglich ihre Neurosen und Komplexe ertragen müssen. Kann das überhaupt ein Mann aushalten? Aber wenn ich nein sage, kann ich mir schon mal meinen eigenen Sarg aussuchen und ficken dürfte ich sie dann wohl auch nicht mehr. Und sie ist wirklich gut im Bett!„Gretchen ich kann dir nicht versprechen das es klappt, aber wir können es ja mal mit dieser dings, Beziehung versuchen.“ Kaum hatte er den Satz ausgesprochen flog Gretchen ihm förmlich um den Hals und küsste ihn stürmisch. So zurück zum Ursprünglichen vorhaben. ICH HABE EINE BEZIEHUNG MIT MARC MEIER!!! Ich glaube ich rufe die BZ an und werde es als Schlagzeile drucken lassen!! Verlangend erwiderte Marc den Kuss und schaltete jegliches Denken bei ihr aus – bis ihr Handy klingelte. Gretchen löste sich von ihm und wollte aufstehen, doch Marc hielt sie zurück. „Lass es klingeln.“ Doch Gretchen schüttelte entschieden den Kopf. „Nein, vielleicht ist es wichtig.“ Unter Marc´s genervten aufstöhnen stand sie auf und ging an ihr Handy. Gretchen: „Haase?“ Franz: „Hier auch.“ Gretchen: „Papa! Warum rufst du denn an?“ Klasse, das wars dann wohl mit dem Sex.Franz: „Kälbchen deine Mutter und ich machen uns Sorgen um dich! Du fliegst nach Afrika und sagst noch nicht einmal Bescheid ob du heil angekommen bist!“ Gretchen: „Ähm Papa ich bin gestern doch nicht geflogen.“ Marc, dem das Gespräch jetzt bereits zu lange dauerte, zog sie zurück aufs Bett und raunte. „Leg auf.“ Franz: „Warum bist du nicht geflogen? Und warum bist du dann nicht nach Hause gekommen? Ja doch Butterböhnchen, ich frage sie ja schon. Kälbchen wer war das gerade?“ Mist, jetzt muss ich es ihnen sagen.Gretchen: „Ähm das war Marc. Ich bin gerade bei ihm.“ Aus dem Telefon erklang ein lautes quietschen. Ganz offensichtlich hatte ihre Mutter mitgehört. Franz: „So, der Meier mal wieder!“ Gretchen: „Papa dieses Mal ist es wirklich…“ Franz: „Kälbchen du stellst mich jetzt sofort auf Lautsprecher!“ Augenrollend folgte Gretchen der Anweisung ihres Vaters. Franz: „MEIER! Können Sie mich hören?“ Marc: „Ja Herr Professor.“ Franz: „Haben Sie es mal wieder geschafft ja? Meine Tochter hat wegen Ihnen mal wieder ihre gesamten Pläne über den Haufen geschmissen! Und wie soll das jetzt weitergehen?“ Marc und Gretchen sahen sich an. Muss ihr Vater ausgerechnet mein Chef sein?Marc: „Nun, Gretchen und ich wir wollten das einfach auf uns zukommen lassen.“ Gretchen: „Genau Papa. Und während dem einen Jahr in Afrika haben wir dafür auch genügend Zeit.“ AFRIKA?!? Habe ich was verpasst?!Franz: „DAS KOMMT ÜBERHAUPT NICHT IN FRAGE!! MEIER SIE BLEIBEN HIER!! Denkt hier eigentlich jeder das er machen kann was er will? Der Kaan ist seit gestern unauffindbar und jetzt fliegen Sie auch noch davon? Das kommt überhaupt nicht in Frage!“ Gretchen: „Aber Papa das kannst du doch nicht machen! Ich habe doch schon ein Ticket für Marc gekauft. Und hat Mehdi dir denn nicht Bescheid gesagt? Er ist gestern nach Afrika geflogen.“ Der ist auch da unten?!Franz: „Was will der denn jetzt da unten?! Kälbchen der Meier bleibt hier! Ich muss ein Krankenhaus leiten und da kann ich nicht zulassen das mein bester Oberarzt einfach für ein Jahr verschwindet. Du fliegst alleine! Du musst lernen zu deinen Entscheidungen zu stehen. Und sag dem Kaan das, wenn er seinen Job behalten will, er sich umgehend ins nächste Flugzeug zu setzen hat. Haben wir uns verstanden Margarethe?!“ Ich soll alleine nach Afrika?! Ohne Marc?! Aber wir sind doch jetzt zusammen! Das kann Papa doch unmöglich ernst meinen. Aber er hat mich Margarethe genannt, das macht er nur wenn er es ernst meint. Wie soll ich denn ein Jahr ohne Marc aushalten?! Das wird unsere Beziehung niemals überleben! Während Gretchen paralysiert vor sich hinstarrte beendete Marc das Gespräch mit ihren Eltern und sah sie anschließend nachdenklich an. Ein Jahr ohne Gretchen. Das wird echt hart. Aber sie ist nun mal diese Verpflichtung eingegangen. Hat sie wirklich geglaubt ich würde mitkommen?Als er bemerkte das sich eine Träne auf ihrer Wange ihren Weg bahnte sprach er sie an. „Gretchen?“ Erleichtert registrierte er das sie ihn ansah. „Marc ich will nicht mehr nach Afrika. Nicht ohne dich!“ Marc zog sie kurzerhand in seine Arme und strich über ihren Rücken. „Du hast es diesem Buschfritzen versprochen. Du kannst dich da jetzt nicht rausreden. Diese äh Leprakinder warten doch auf dich.“ Auch wenn ich dich lieber bei mir hätte.„Ich weiß ja das ich es versprochen habe“, schniefte Gretchen. „Aber, aber was wird denn dann aus uns?“ Ich will nicht von ihm weg!Marc zuckte mit den Schultern. „Wir könnten uns Emails schreiben. Oder über Facebook chatten. Du hast doch Facebook oder?“ Gretchen nickte unglücklich. „Wie soll ich denn ein Jahr ohne dich aushalten?“ „Das kriegen wir schon hin. Und vielleicht kannst du ja mit diesem Buscharzt reden das er dich schon nach einem halben Jahr ablöst.“ Gretchen biss sich auf die Lippe und sah ihn an. „Wirst du denn, wirst du denn immer noch mit mir zusammen sein wollen wenn ich wiederkomme?“ Marc sah sie überrascht an. „Naja ich dachte eigentlich das wir, während du in Afrika bist, so eine dings, Fernbeziehung, haben.“ Habe ich das jetzt wirklich gesagt?„Willst du das wirklich?“ Ihre Augen begannen wieder zu leuchten. Er will eine Fernbeziehung?! „Ja sonst hätte ich das ja wohl kaum gesagt. Wann geht dein Flug?“ Gretchen wurde erneut traurig als sie an die bevorstehende Trennung dachte. „Ich sollte um 17 Uhr am Flughafen sein.“ Marc beugte sich über sie und drückte sie hinunter aufs Bett. „Na dann sollten wir die verbleibende Zeit bestmöglich nutzen.“ Gierig verschloss er ihren Mund mit seinen Lippen. Um 18 Uhr stand Gretchen tränenüberströmt vor Marc an der Sicherheitsschleuse. Ihr Gepäck war aufgegeben und in wenigen Minuten würde sie durch die Schleuse gehen müssen. Ich will da nicht durch!! Doch auch Marc war alles andere als wohl zumute und er hatte einen dicken Klos im Hals. Nicht zuletzt weil die Tränen die Gretchen weinte ihm nicht gleichgültig waren und der Gedanke sie ein Jahr lang nicht zu sehen in ihm etwas auslöste was er bisher noch nie gespürt hatte. Sehnsucht. Sie hatte zwar noch nicht einmal die Sicherheitsschleuse passiert, doch schon jetzt sehnte er sich nach ihr. Wünschte sie wieder zurück in sein Bett, wo sie noch bis vor kurzem gelegen und heißen Sex gehabt hatten. „Hör auf zu weinen Gretchen“, sagte er schließlich mit leicht belegter Stimme und wischte ihr die Tränen von den Wangen. „So ein Jahr ist schnell um und mit Facebook und Emails werden wir die Zeit schon überbrücken. Hörst du?“ Gretchen nickte traurig. „Du wirst mir fehlen Marc.“ Er zog sie an sich und gab ihr einen unglaublich zärtlichen Kuss. „Du mir auch. Und jetzt los. Sonst verpasst du deinen Flug. Und schick Mehdi sofort zurück. Nicht das die Knalltüte dich wieder abfüllt und versucht dich abzuschleppen.“ Mit seiner Aussage zauberte, ganz wie er es beabsichtigt hatte, ein leichtes lächeln auf ihr Gesicht. Er ist eifersüchtig? Wie süß! Aber da muss er sich keine Sorgen machen. Ich bin ihm treu! „Keine Sorge Marc, ich hab ja jetzt dich.“ „Das will ich aber auch meinen Haasenzahn.“ Er küsste sie erneut, räusperte sich und flüsterte in ihr Ohr. „Pass auf dich auf hörst du? Und wenn, wenn du merkst es geht nicht mehr, dann, dann flieg nach Hause.“ Gretchen´s Herz ist zu groß. Sie wird jedes Kind das sie nicht retten kann also persönliches Versagen sehen. Und sie kann nicht alle retten.„Ich muss jetzt gehen“, sie stockte, „Marc ich glaube ich kann das nicht.“ Marc sah ihr tief in die Augen. „Natürlich kannst du. Und dreh dich nicht um hörst du?“ Gretchen umarmte ihn noch ein letztes Mal, gab ihm einen letzten Kuss und ging dann durch die Sicherheitsschleuse. Wie Marc es ihr gesagt hatte drehte sie sich nicht noch einmal zu ihm um, doch sie konnte seine Blicke auf ihrem Rücken spüren. Ihre Füße trugen sie von ganz alleine zu ihrem Gate und brachten sie zu ihrem Sitzplatz. Traurig sah sie der Stewardess dabei zu wie sie die Tür schloss und die Sicherheitsanweisungen gab. Wie paralysiert schnallte sie sich an und sah aus dem Fenster. Spürte wie die Maschine beschleunigte und schließlich abhob. Ich komme so schnell ich kann wieder Marc. Bitte warte auf mich!Lange stand Marc noch vor der Sicherheitsschleuse, auch wenn Gretchen schon längt im Flugzeug saß und auf dem Weg nach Afrika war. [www.youtube.com/watch?v=_OXPV8gDp0c&feature=related] Sie ist weg. Für ein Jahr. Ein Jahr ohne meinen Haasenzahn. Moment, MEINEN Haasenzahn? Ich meine natürlich ohne meine Assistenz. Und Freundin. Ach verdammt ja, ein Jahr ohne meinen Haasenzahn. Ein Jahr ohne ihr gezicke, ihre Tränen, ihre Komplexe und ihr ständiges Wiedersprechen. Aber auch ein Jahr ohne ihr lächeln, ihren Optimismus, ihre Herzlichkeit, ihre liebenswürdige Naivität, ihre Küsse und ohne den Sex. Ein Jahr ohne Sex! Ich weiß nicht wie ich das schaffen soll! Aber ich muss! Ich werde Gretchen nicht enttäuschen und betrügen! Ich kann das schaffen.Er wandte sich um, um zum Ausgang zu gehen und stieß gegen eine Blondine die dabei ihren Kaffee auf seinem Hemd verteilte. „Oh nein, wie ungeschickt von mir.“ Sie sah ihn entschuldigend an. Dann jedoch, als sie ihn ein zweites Mal ansah, veränderte sich ihr Blick. „Soll ich Ihnen ihr Hemd auf der Toilette auswaschen?“, fragte sie und ließ dabei keinen Zweifel was ihr eigentliches Ziel war. „Nein danke“ Marc ging ohne die Frau eines weiteren Blickes zu würdigen zu seinem Auto. Dumme Kuh, kann die nicht mal die Augen aufmachen?!
Zuletzt von Kristin am Do Dez 22, 2011 11:21 am bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
|  | | Kristin

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 | Thema: Re: 2. Fanfiction von Kristin Sa Nov 26, 2011 12:13 pm | |
| Es verging über eine Woche in der Marc nichts von Gretchen hörte. Zwar war Mehdi nach Berlin zurückgekehrt aber bis auf die Aussage das Gretchen gut angekommen sei und sie ihn direkt in ein Flugzeug zurück nach Berlin gesteckt habe, bekam Marc nichts aus ihm raus. An einem Donnerstagabend kam Marc erledigt in seine Wohnung. Er nahm sich eine Flasche Bier aus dem Kühlschrank, ließ sich auf die Couch fallen und schaute missmutig seine Post durch. [www.youtube.com/watch?v=jJFTdMECtFI] Werbung, Rechnung, Werbung, das neue Buch meiner Mutter zum Gegenlesen. Nanu was ist das denn für ein Brief? Verwundert schaute auf den Briefumschlag. Das ist doch Gretchens Handschrift! Ungeduldig riss er den Briefumschlag auf.
Lieber Marc, ich hoffe es geht dir gut. Ich bin vorgestern in Ouagadougou angekommen. Mehdi wollte mich am Flughafen abholen, aber ich habe ihn wie versprochen umgehend zurück nach Berlin geschickt. Gina hat sich wohl direkt nach der Ankunft wieder aus dem Staub gemacht. Mehdi sagte sie habe ein Angebot von einem Krankenhaus in Oslo bekommen. Ich bin ja schon etwas sauer auf sie. Sie sagte sie wolle helfen und jetzt hat sie sich direkt abgeseilt. Und noch nicht einmal eine Nachricht für mich hinterlassen. Somit bin ich hier ganz alleine. Zum Glück hat Fritz hier einen alten Freund der mir hilft mich zurecht zu finden. Und alt ist in der Tat wörtlich zu nehmen, denn Hans ist mindestens 65 und lebt hier seit 30 Jahren. Bei ihm habe ich auch ein Zimmer. Ouagadougou ist eine beeindruckende Stadt voller leben. Ich bin mir sicher es würde dir hier gefallen. Aber die Armut ist erschreckend. Das ist auch der Grund weswegen du einen Brief statt der erwarteten Emails erhältst. Ich habe hier unten kein Internet zur Verfügung und Hans möchte nicht das ich all zu oft nach Deutschland telefoniere. Morgen werde ich das Krankenhaus sehen. Es liegt etwas außerhalb in einem der Armenviertel und nicht wie Fritz behauptete in einem Lepradorf. Hans hat mir erklärt das sie das immer behaupten würden um mehr Spenden zu erhalten. Ich vermisse dich ganz schrecklich und wünschte ich wäre bei dir.
Dein Gretchen
Marc ließ den Brief sinken und starrte auf die Zeilen auf dem rosa Briefpapier. Ein Brief von Gretchen. Sie hat also doch nicht vergessen sich zu melden! Sie hat nur kein Internet. Hätte ich mir ja eigentlich denken können das Internet da unten nicht gerade eine Selbstverständlichkeit ist. Aber sie soll alleine bei einem fremden Mann leben?! Ein Jahr lang!?! Ob das der Professor weiß? Vielleicht sollte ich es ihm sagen und dann holt er sie wieder nach Hause. Nein Meier, das wirst du nicht! Gretchen bekommt das schon alleine hin! Sie ist kein kleines Kind mehr! Zum Glück geht es ihr gut und das Krankenhaus liegt nicht in einem Lepradorf. Er nahm einen Schluck von seinem Bier, stand auf und setzte sich an seinen Schreibtisch. Zögerlich griff er nach einen Bogen Papier aus seinem Drucker und seinen Kugelschreiber. Einen Brief schreiben. Das ist ja mal so was von schnulzig. Aber anders kann ich keinen Kontakt mit ihr haben. Aber was schreibe ich am besten ohne direkt als Weichei da zu stehen? Den Brief könnte schließlich jeder in die Hände bekommen.
Haasenzahn, mir geht es gut, im Krankenhaus ist viel zu tun. Es freut mich dass du gut angekommen bist. Ich bezweifle das es mir dort gefallen würde aber schön wenn du dich wohl fühlst. Lass die Patienten da unten nicht zu nah an dich ran, du kannst nicht alle retten. Pass auf dich auf. Das auf die Brillenschlange kein Verlass ist müsstest du doch wissen!
Marc
Gretchen sah von dem Brief auf, sie saß gerade vor dem Krankenhaus in dem sie jetzt seit 3 Wochen arbeitete. Genau genommen war es eigentlich ein Haus bestehend aus 6 Zimmern in denen man antiquiertes Krankenhausinterieur untergebracht hatte. Die hygienischen Voraussetzungen unter denen sie arbeitete waren grauenhaft, doch noch nie hatte man ihr eine Solche Dankbarkeit für ihre Arbeit entgegengebracht. Dieser Brief ist so typisch für Marc. Bloß gradlinig und ohne Schnörkel schreiben. Zu schade das er nicht einmal schreibt das er mich vermisst. Ob er mich denn überhaupt vermisst? Vielleicht hat er ja schon eine andere gefunden die mit ihm sein Bett teilt. Vielleicht wieder Gabi? Obwohl das glaube ich nicht. Gabi hasst ihn genauso sehr wie mich. Sie macht uns immer noch für den Tod ihres Kindes verantwortlich. Und ich glaube nach all dem was Gabi angerichtet hat würde Marc sich eher kastrieren lassen als mit ihr ins Bett zu steigen. Nein, er wird mir treu sein! Er kann nur nicht seine Gefühle in Worte fassen. Genau so wird es sein! Gretchen betrat das Gebäude und ging in das kleine Kämmerchen das ihr als Büro diente. Lächelnd zog sie einen weiteren Brief hervor. Er stammte von Fritz. In ihm sicherte er ihr zu das er früher nach Afrika kommen würde um sie abzulösen. Noch 5 Monate und eine Woche, dann bin ich wieder bei Marc. Aber das wird meine ganz persönliche Überraschung. Sie zog sich einen Stuhl heran und wollte schon damit beginnen Marc zu schreiben als sich die Tür öffnete. Gretchen sah auf. In der Tür stand Siri. Eine der Aidswaisen. Insgesamt 5 von ihnen lebten im Krankenhaus und Siri war Gretchen besonders ans Herz gewachsen. „Gretchen“, die kleine kam auf Gretchen zu. Sie war 4 und lebte hier seit ihre Mutter bei ihrer Geburt gestorben war. Fritz und Hans hatten ihr Deutsch beigebracht in der Hoffnung das irgendjemand sie adoptieren würde. Zwar hatte sich Siri während der Schwangerschaft und bei der Geburt nicht bei ihrer Mutter mit dem HIV Virus infiziert, doch es fand sich einfach niemand der die kleine wollte. „Na meine kleine Maus?“ Gretchen hob die Kleine auf ihren Schoß und nahm ihren Kugelschreiber in die Hand. „Was machst du?“ „Ich schreibe Marc.“ Gretchen lächelte Siri an. „Und schau mal“, sie zog ein Foto hervor. „Siehst du das Foto von uns beiden Siri? Das hat Hans letzte Woche von uns gemacht. Das schicke ich Marc damit er dich auch sieht.“ „Marc.“ Siri zeigte auf ein gerahmtes Foto auf Gretchens Tisch. Sie hatte es an ihrem letzten Tag in Deutschland am Flughafen von ihm geschossen und sich hier einen Rahmen gekauft nachdem sie den Film entwickelt hatte. „Ja das ist Marc.“ Gretchen strich das Papier glatt und begann zu schreiben.
Zuletzt von Kristin am Do Dez 22, 2011 11:23 am bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
|  | | Kristin

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 | Thema: Re: 2. Fanfiction von Kristin So Nov 27, 2011 4:39 pm | |
| Lieber Marc, habe heute deinen Brief bekommen. Und auch wenn du nur so kurz angebunden geschrieben hast habe ich mich sehr darüber gefreut. Aber nenn Gina nicht eine Brillenschlange. Sie ist trotz allem meine Freundin. Die Arbeit hier macht mir sehr viel Spaß. Die Dankbarkeit die einem hier entgegengebracht wird wenn man jemanden behandelt ist wirklich unbeschreiblich! Natürlich ist es schwieriger als in Deutschland. Die Ausstattung die ich hier zur Verfügung habe würde wohl in Deutschland nur in einem Museum zu finden sein. Für komplizierte Operationen fehlt es an Material. Außerdem wird das Krankenhaus hier nur mit einem Dieselgenerator mit Strom versorgt. Lange Operationen sind also kaum möglich da meist nicht lange genug Strom vorhanden ist. Ich habe dir ein Foto beigelegt. Es zeigt Siri und mich vor dem Krankenhaus. Siri ist eine Aidswaise die hier im Krankenhaus aufgewachsen ist nachdem ihre Mutter bei der Geburt verstorben ist. Fritz und Hans haben sie aufgezogen, da niemand weiß wo ihre Familie ist. Glücklicherweise hat sie sich nicht bei der Geburt angesteckt. Fritz und Hans versuchen in Deutschland eine Familie für sie zu finden und bringen ihr deswegen Deutsch bei, aber leider bisher vergebens. Du müsstest einmal sehen mit welcher Lebensfreude sie hier herumspringt. Ich wünschte ich könnte mehr für sie tun! Sie ist so ein wundervolles Mädchen und mir richtig ans Herz gewachsen. Du kennst nicht zufällig jemanden der ein zuckersüßes Mädchen adoptieren möchte? Ich bin in den letzten Wochen sogar etwas braun geworden. Schade das du nicht hier bist. Ich vermisse dich
Dein Gretchen
Haasenzahn, ich habe keine Zeit um lange Romane zu schreiben! Ich muss mich hier mit einer unfähigen Assistenz herumschlagen weil meine andere im Afrikaurlaub ist und sich dort in der Sonne aalt! Wenn du wieder in Berlin bist werde ich dir wohl wieder beibringen müssen wie man richtig Operiert, denn so wie sich das anhört wird du dort unten nicht gefordert. Das wird deinen Facharzt nur noch weiter verzögern. Und ich werde die Brillenschlange nennen wie ich will! Du solltest deine Freunde besser aussuchen! Nein ich kenne niemanden der ein Kind adoptieren will, aber so wie ich dich kenne wirst du versuchen sie in deinem Koffer nach Deutschland zu bringen. Gretchen du kannst nicht alle retten! Du tust da unten so viel gutes, aber mehr kannst du für diese Siri nicht tun. Mach es dir selbst nicht noch schwerer. Wenn du einen Löwen siehst mach doch bitte ein Foto für mich aber versuche nicht mit ihm zu kuscheln.
Marc
Lieber Marc, aus deiner Beschwerde über Knechtelsdorfer schließe ich das du mich ebenso vermisst wie ich dich! Und braun werde ich nicht vom Sonnenbaden sondern weil ich viel draußen unterwegs bin und Hausbesuche mache. Denn nicht alle Menschen können zu unserem Krankenhaus kommen. Ich werde Siri ganz bestimmt nicht in einen Koffer packen! Ich würde mir einfach nur wünschen das sie eine bessere Zukunftsperspektive hat als all die anderen Menschen hier. Einen Löwen habe ich noch nicht gesehen. Hans sagt das sie hier sehr selten sind und man sie meist nur noch in den Schutzreservaten antrifft. Und um die zu besuchen habe ich keine Zeit. Allerdings habe ich ein Foto von einem Krokodil machen können das sich hier am Flusslauf in der Nähe gesonnt hat. Gestern hatte ich dann eine Begegnung der etwas unangenehmeren Art. Ich habe gerade die Instrumente reinigen wollen als der Strom mal wieder ausfiel. Also bin ich zu dem Generatorschuppen gegangen um Diesel nachzufüllen. Ja, mein lieber Marc, so etwas kann ich mittlerweile. Dort bin ich dann fast auf eine Schlange getreten. Ich wusste ja das ich hier auf welche treffen könnte aber das traf mich wirklich unvorbereitet. Fast hätte sie mich gebissen. Vor Schreck habe ich aufgeschrien. Hans kam mit dem Gewehr und hat sie erschossen. Er sagte ich habe ziemliches Glück gehabt. Es war nämlich eine Schwarzweiße Hutschlange. [Schwarzweiße Hutschlange] Sie gilt als die zweitgiftigste aller afrikanischen Kobras. Ich vermisse dich und zähle die Tage bis wir uns wiedersehen.
Dein Gretchen
Marc ließ den Brief sinken. Er saß in seinem Büro im Krankenhaus und draußen dämmerte es bereits. Gretchen zählt also die Tage bis wir uns wieder sehen. Da muss sie aber noch lange zählen. Er starrte auf den Kalender an der Wand. [www.youtube.com/watch?v=8GgFD9ufVi8&feature=related] Sie ist erst 2 Monate fort. Und es kommt mir vor wie eine Ewigkeit. Sie hat tatsächlich gemerkt was ich mit meiner Aussage über Knechtelsdorfer sagen wollte. Aber der Mann ich auch eine wandelnde Katastrophe. Und seit dem der mit der Hassmann auf happy Family macht läuft der nur noch mit so einem abartigem Dauergrinsen durch die Gegend. Er sah auf seinen Monitor. Ein Bild der Schwarzweißen Hutschlange blickte ihm entgegen. Er hatte nach der Schlange im Internet gesucht. Zum Glück wurde Gretchen nicht von diesem Vieh gebissen. Er zuckte leicht zusammen als die Tür aufgerissen wurde und schob Gretchens Brief hastig unter seine Akten. „MEIER! Was machen Sie denn noch hier?! Ich habe Sie doch heute Mittag nach Hause geschickt! Sie haben viel zu viele Überstunden gemacht und halten ihre Ruhezeiten nicht ein!!“ Franz braute sich vor dem Schreibtisch seines Oberarztes auf. Mist muss mich der alte Haase erwischen! Aber was soll ich denn zuhause? Hier kann ich wenigstens was sinnvolles tun! „Ich ähm wollte nur noch ein paar Akten durchgehen. Ich bin gleich weg.“ Franz schüttelte den Kopf. „Meier so kann das nicht weitergehen. Sie arbeiten sich ja noch zu Tode. Wann haben Sie mal einen ganzen Tag lang keinen Fuß in die Klinik gesetzt? Soll das so weitergehen bis meine Tochter wiederkommt?“ Marc seufzte. „Ich bin ja schon weg. Ich fahre nur noch eben meinen Computer runter.“ „Das will ich aber auch meinen! Und dann will ich sie hier die nächsten 3 Tage nicht mehr sehen. Haben wir uns verstanden Meier?!“ „Ja Herr Professor.“ Marc wartete bis Franz die Tür hinter sich geschlossen hatte. Seufzend zog er Gretchens Brief wieder hervor und steckte ihn in seine Hosentasche. Er fuhr seinen Computer herunter schaltete das Licht aus und verließ, wie von Franz gefordert, schlecht gelaunt die Klinik. Was soll ich denn jetzt 3 Tage zuhause? Ich bin Chirurg und gehöre in den OP! Auf die faule Haut kann ich mich legen wenn ich in Rente gehe!
Zuletzt von Kristin am Do Dez 22, 2011 11:24 am bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
|  | | Kristin

Anzahl der Beiträge: 1238 Anmeldedatum: 14.02.11 Alter: 24 Ort: Hamburg
 | Thema: Re: 2. Fanfiction von Kristin Mo Nov 28, 2011 7:52 am | |
| Zwanzig Minuten später saß er auf seiner Couch und zappte durch die TV Programme. Da läuft auch nur noch scheiß. Bauer sucht Frau, wer interessiert sich für so einen Rotz?! Plötzlich klingelte es an der Tür. Hoffentlich ist das nicht Mutter! Missmutig ging er zur Tür. „TINA?!“ Eine kleine rothaarige Frau fiel ihm um den Hals. „ÜBERRASCHUNG!!“ „Mensch was machst du denn in Berlin?“ Freudig erwiderte Marc die Umarmung und zog sie in die Wohnung. Tina war gut 2 Köpfe kleiner als Marc und von recht fülliger Statur. Ihre feuerroten Haare trug sie ungefähr Schulterlang. [http://www.superiorpics.com/wenn_album/Kristen_Vangsness_-_World_Tour_Wedding/kirsten_vangsness_001_240910.jpg] Ganz selbstverständlich nahm sich Tina eine Flasche Bier aus dem Kühlschrank und machte es sich auf der Couch bequem. „Mir war nach einer Veränderung. Nach 3 Jahren New York wollte ich wieder nach Deutschland. Ich werde übermorgen in einer Kanzlei hier in der Stadt anfangen.“ Sie betrachtete Marc prüfend. Er sieht anderes aus als sonst. Er scheint wenig geschlafen zu haben in den letzten Tagen. „Und du hast viel zu tun?“ Marc setzte sich mit seinem Bier in der Hand neben sie. „Wie kommst du denn darauf?“ Tina verdrehte die Augen. „Marc ich trage zwar eine Brille aber ich bin nicht blind! Ich sehe doch das du total übernächtigt bist.“ „Achso das meinst du. Hm, also…“ „MARC MEIER!! IST ES DENN MÖGLICH?!?“ „Ähm was jetzt genau?“, er sah sie verwirrt an. „Wenn du so herumstotterst kann es sich nur um eine Frau handeln? Wer ist sie? Ich möchte die Frau unbedingt kennenlernen die es schafft dich so aus der Bahn zu werfen!“ War ja klar! Über so etwas schreibt er in seinen Emails nie! „Sie wirft mich nicht aus der Bahn! Naja vielleicht ein klein wenig. Mit dem kennenlernen könnte es schwierig werden. Dazu müsstest du nach Ouagadougou fliegen.“ „WOHIN?“ „Nach Ouagadougou. Das ist die Hauptstadt von Burkina Faso.“ „Ich weiß wo Ouagadougou liegt. Aber warum ist deine Freundin in Westafrika und nicht hier in Berlin? Lebt sie dort? Marc Burkina Faso ist ein sehr armes Land. Die Gefahr das sie dich nur ausnutzt um nach Deutschland zu gelangen ist extrem hoch.“ Marc sah sie mit offenem Mund an, ehe er schallend anfing zu lachen. „Was ist daran denn jetzt so lustig? Ich mache mir doch nur sorgen um dich.“ „Tina du bist unglaublich! Gretchen ist Ärztin und für 1 Jahr in Ouagadougou um dort zu helfen. Also genauer gesagt ist sie meine Assistenzärztin.“ Er stand auf und ging ins Schlafzimmer. Minuten später kam er mit dem Foto zurück das Gretchen ihm geschickt hatte. Es lag normalerweise in der Schublade seines Nachttischs. „Das ist Haasenzahn.“ Tina betrachtete das Foto. Hübsches Ding. Moment mal… „Haasenzahn? Hieß nicht so eine aus deiner alten Schule?“ Marc nickte. „Ja. Das heißt eigentlich heißt sie Margarethe Haase. Gretchen. Oder eben Haasenzahn. Den Spitznamen habe ich beibehalten. Es ist irgendwie so eine, eine Art keine Ahnung.“ Tina nickte langsam. „Ich glaube ich weiß was du meinst. Sie ist ein Jahr in Afrika?“ Marc nahm einen kräftigen Schluck von seinem Bier. „Jap. Für so ne Organisation. Der Chef und scheinbar einzige Mitarbeiter hat bei uns im Krankenhaus gelegen. Deswegen konnte er nicht fliegen. Da Gretchen und ich, nun ja, leichte Startschwierigkeiten hatten, hatte sie sich entschlossen ihn in diesem Jahr zu vertreten. Seit 2 Monaten ist sie jetzt da unten. Und wir schreiben uns Briefe.“ „DU schreibst Briefe?“ Tina sah ihn ungläubig kopfschüttelnd an. „Ich glaube du musst mir jetzt einmal ganz genau erzählen was eigentlich alles passiert ist. Du und Briefe schreiben. Unglaublich. Die Frau muss ich unbedingt kennen lernen.“
Stunden später saß Marc an seinem Schreibtisch. Tina war gerade gegangen und er hatte beschlossen Gretchen zu antworten. Unglaublich das Tina wieder in Berlin ist. Wir haben uns Ewig nicht mehr gesehen. Seit sie nach Amerika gegangen ist haben wir nur noch flüchtigen Kontakt gehabt. Nachdenklich betrachtete er das Foto von Gretchen. [www.youtube.com/watch?v=RPN88D_HjMU&feature=related] Haasenzahn ich bin so froh wenn du wieder da bist. Er nahm seinen Kugelschreiber und begann zu schreiben.
Haasenzahn, es freut mich das du scheinbar gelernt hast zwischen den Zeilen zu lesen. Allerdings hättest du dann auch erkennen müssen das die Aussage mit dem Koffer eher eine symbolische war. Komm dem Krokodil nicht zu nahe und lass die Finger von den Schlangen. Ich habe keine Lust nach Afrika zu fliegen weil du dort halbtot in irgend so einem Buschkrankenhaus liegst! Es freut mich das du nun Diesel in einen Generator schütten kannst, wenn du jetzt auch noch einen Keilriemen wechseln kannst werde ich dir einen Orden basteln.
Marc
Zwei Abende später saß Marc zusammen mit Tina in einer Bar. Sie unterhielten sich über ihre Zeit in New York als sich plötzlich jemand zu ihnen gesellte und Marc auf die Schulter schlug. „MARC! Mensch das ist ja mal eine Überraschung!“ „Cedric“, Marc´s Begeisterung hielt sich sichtlich in Grenzen. Boah was will der denn hier? „Na und wenn das nicht Tina ist. Wir haben uns doch mal kennengelernt als du Marc besucht hast. Erinnerst du dich?“ Wie könnte ich das vergessen. Du hast mir das Herz gebrochen du Penner! „Dunkel erinnere ich mich ja“, Tina sah auf ihre Uhr. „Oh nein, so spät schon. Tut mir leid Marc, aber ich muss wirklich los.“ Tina küsste ihn flüchtig auf die Wange ehe sie hastig die Bar verließ. Auf den habe ich wirklich keinen Nerv. Verräterin! Lässt die mich einfach mit dem alleine! „Cedric was willst du?“ Cedric nahm den Platz ein den Tina freigemacht hatte. „Nichts, ich wollte eigentlich nur etwas mit meiner charmanten Begleitung trinken.“ Er deutete an einen Tisch an dem eine dunkelhaarige Schönheit saß. „Was ist? Setzt du dich etwas zu uns? Keine Sorge sie spricht nur spanisch.“ Marc seufzte. Na klasse, jetzt will die Knalltüte auch noch das ich mit ihm unterhalte. Aber andererseits will ich auch noch nicht heim. Dort denke ich sowieso nur an Gretchen. Ach was soll´s. „Meinetwegen.“ Er nahm sein Bier und folgte Cedric zu dem Tisch. „Das ist Carmen. Carmen, Marc.“ Carmen warf Marc ein strahlendes Lächeln zu, welches dieser eher gequält erwiderte. Was für ein Püppchen. Gretchen hat viel mehr Profil. Cedric bestellte zwei Whiskey. „Und wie läuft es bei dir?“ Marc nahm einen Schluck und zuckte mit den Schultern. „Ganz gut, viel zu tun.“ Geht den doch mal überhaupt nichts an. „Und bei dir? Du hast ja, soweit ich weiß, im Nordstadtkrankenhaus gekündigt. Mein Beileid übrigens, wegen deiner Schwester. Ärgerlich dass das mit dem Herz nicht geklappt hat.“ Frage mich immer noch wie Haasenzahn es geschafft hat den Kerl wieder ins Leben zurück zu holen. An ihren Händen hat es mit Sicherheit nicht gelegen. Sie war danach so komisch. Vielleicht sollte ich sie mal danach fragen. „Danke. Naja vielleicht war es auch besser so. Der blonde Lockenschopf hatte damals schon recht.“ Cedric sah nachdenklich in sein Glas. „Gretchen? Was hat sie denn damit zu tun?“ Marc sah ihn erstaunt an. „Ähm, nicht so wichtig. Wie geht’s ihr eigentlich?“ Er erkundigt sich nach Gretchen? Und mit was hatte sie damals recht?! Ich sollte Gretchen definitiv fragen! Hat die mit dem Schleimscheißer Geheimnisse vor mir?! „Ihr geht es gut. Sie ist zur Zeit in Afrika. Hilft den Armen. Aber warum fragst du nach ihr?“ Sie gehört mir! „Nur so aus Interesse“, wiegelte Cedric hastig ab, „Afrika hm? Ganz schön selbstlos.“ Er winkte die Bedienung heran und lies sich und Marc nachschenken. „Ich werde ja jetzt erst einmal mit dem Rucksack durch Südamerika reisen. Die Seele baumeln lassen. Dabei wird mich Carmen begleiten.“ Er beugte sich zu ihr und murmelte ihr etwas auf Spanisch ins Ohr, worauf hin sie anfing zu kichern. Marc verdrehte die Augen und kippte sein Glas hinunter. Ich brauche mehr Alkohol! Das hält man ja sonst nicht aus.
Zuletzt von Kristin am Do Dez 22, 2011 11:26 am bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
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 | Thema: Re: 2. Fanfiction von Kristin Di Nov 29, 2011 10:39 am | |
| Marc kniff stöhnend die Augen zusammen. Boah mein Schädel! Das hält man ja im Kopf nicht aus! Langsam öffnete er ein Auge. Wo bin ich? Das ist jedenfalls nicht mein Schlafzimmer. Vorsichtig setzte er sich auf. Das ist ein Hotelzimmer. Was zum Teufel mache ich in einem Hotelzimmer? Ein stöhnen ließ ihn zusammenfahren. Er sah neben sich. Das ist doch diese, na wie heißt sie noch mal, Carmen. Was mache ich mit ihr in einem Bett?! Vorsichtig hob er die Bettdecke an und riss entsetzt die Augen auf. Und warum sind wir nackt?!? Angeekelt sprang er aus dem Bett, das Schwindelgefühl was ihn dabei erfasste ignorierte er. Die Frau stöhnte nur leicht auf, murmelte etwas auf Spanisch und drehte sich um. Schockiert sammelte Marc seine Kleidungsstücke ein, zog sich hastig an und verließ fluchtartig das Hotel. Draußen nahm er eines der dort stehen den Taxen, nannte dem Fahrer eine Adresse und rieb sich das Gesicht als sie losfuhren. Ich habe einen totalen Filmriss. Was ist nur heute Nacht passiert?! Habe ich wirklich mit dieser Frau? Aber ich habe mir doch geschworen das ich Gretchen nicht betrügen werde!
Das Taxi hielt, er zahlte und stieg aus. An der Wohnung klingelte er so lange bis die Tür geöffnet wurde. Schlaftrunken rieb Tina sich die Augen. „Marc? Was willst du denn hier?“ Marc trat ein und sah sie mit großen Augen an. „Tina ich glaube ich habe Scheiße gebaut.“ „Okaay. Setz dich doch erst mal. Ich mache uns Kaffee, du siehst so aus als könntest du einen brauchen, und dann erzählst du mir was genau los ist.“ „Ich bin gerade in einem Hotel aufgewacht. Nackt. Und in meinem Bett lag die Begleitung von Cedric.“ Tinas Mund klappte auf. „Und wie bitte bist du dort hingekommen? Da ist doch wohl hoffentlich nichts gelaufen.“ „Tina ich weiß es nicht! Ich habe einen totalen Filmriss. Ich habe mich gestern total abgeschossen! Ich weiß nur noch das Cedric mit dieser Carmen mit dem Rucksack durch Südamerika reisen möchte.“ „Warum hast du sie denn nicht einfach gefragt?!“ „Weil die Frau nur spanisch spricht! Außerdem war ich so schockiert das ich einfach nur weg bin.“ „Na dann trinken wir jetzt unseren Kaffee und dann fahren wir zu dem Hotel.“ Marc starrte in seinen Kaffee. Habe ich Gretchen betrogen? Das darf einfach nicht wahr sein! Wie soll ich ihr das nur erklären? Sie wird mir das nie verzeihen. Ich werde sie verlieren. Ich habe es vermasselt. Das Klingeln seines Handys ließ ihn aufschrecken. Marc: „Meier?“ Franz: „Haase hier. Sagen Sie Meier wollen Sie heute nicht arbeiten kommen?“ Marc: „Oh verdammt. Es, ich, es tut mir leid Herr Professor. Ich…“ Franz: „Gestern zu tief ins Glas geschaut hm? Na ich kenne das, war ja auch mal jung. Bleiben Sie heute noch mal zuhause. Aber Morgen erwarte ich Sie im Krankenhaus!“ Marc: „Jawohl Herr Professor.“
„Er wird mich feuern und umbringen wenn er das erfährt“, seufzte Marc nachdem er aufgelegt hatte. „Na jetzt mal den Teufel nicht an die Wand. Ich glaube nicht das da was passiert ist. Du bist zwar kein Kind von Traurigkeit aber das ist nicht dein Stil. Und vor allem nicht nachdem du so von deinem Gretchen geschwärmt hast.“ Jedenfalls hoffe ich das. Marc baut zwar öfters mal scheiße, und er war schon immer schnell mit einer Frau in der Kiste, aber er würde niemals seine Freundin betrügen. Das ist ihm viel zu stressig. Da macht er eher Schluss und hat dann Spaß.
Gemeinsam fuhren sie zurück zu dem Hotel in dem Marc aufgewacht war. „Weißt du noch die Zimmernummer?“ Marc schüttelte den Kopf. Er ging zur Rezeption. „Entschuldigung. Vielleicht erinnern Sie sich an mich. Ich bin hier vor ca einer Stunde raus gegangen. Ich habe bei einer Dame übernachtet leider weiß ich nur ihren Vornamen. Sie hieß Carmen, Spanierin. Und sie war mit einem Freund von mir, Doktor Cedric Stier, unterwegs.“ Die Dame an der Rezeption nickte. „Ja ich erinnere mich. Leider haben Sie sich gerade verpasst. Herr Doktor Stier und die Dame sind gerade abgereist. Aber Sie haben einen Brief für einen Herrn Doktor Meier hinterlegt. Sind Sie das?“ Als Marc nickte wurde ihm der Umschlag ausgehändigt. Er bedankte sich und ging zurück zu Tina, welche mit etwas Abstand gewartet hatte. „Und? Hast du die Zimmernummer?“ Marc schüttelte den Kopf. „Nein. Sie sind abgereist. Komm lass uns fahren.“ Wieder in Tinas Auto deutete sie auf den Brief den Marc in der Hand hielt. „Was ist das?“ „Den haben die beiden für mich hinterlegt.“ „Na los, mach ihn auf!“, forderte Tina ihn auf. Zögerlich öffnete Marc den Umschlag und zog den Briefbogen heraus.
Marc, den Abend sollten wir wiederholen. Ich soll dich von Carmen grüßen, sie würde dich gerne wiedersehen. Wir fliegen jetzt nach Südamerika. Cedric
Marc ließ den Brief sinken. „Nein“, flüsterte er. „Was?“ Tina riss ihm ungeduldig den Brief aus der Hand und überflog ihn während sie an einer roten Ampel standen. „Scheiße.“
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 | Thema: Re: 2. Fanfiction von Kristin Mi Nov 30, 2011 9:21 am | |
| Lieber Marc, wie geht es dir? Mir geht es ganz gut. Aber ich vermisse dir schrecklich! Ich bin so froh wenn ich wieder bei dir bin! Ich hoffe du bist nicht sauer auf mich weil wir nun schon so lange getrennt sind. Ich verspreche dir, wenn ich wieder in Berlin bin werde ich alles wieder gut machen!
Du würdest zu mir fliegen wenn es mir nicht gut ginge? Das ist ja sooo süß von dir!! Vielleicht sollte ich mir das Krokodil doch mal aus der Nähe ansehen… Nein, keine Sorge, das war nur ein Scherz. Außerdem habe ich es letzte Woche Siri das Krokodil zeigen wollen und es war nicht mehr da. Ein Keilriemen ist etwas am Motor nicht wahr? Ich kann mittlerweile auch recht gut Französisch. Das ist ja hier in Burkina Faso die Landessprache. Und ohne französisch kommt man hier fast gar nicht weiter.
Allerdings gibt es Probleme mit Hans. Er hat, was ich nicht wusste, eine Frau und die war, verständlicherweise, nicht damit einverstanden das ich in seiner Wohnung lebe. Sie war wohl bei Verwandten oder so, ich habe sie nicht wirklich verstanden und Hans wollte nicht übersetzen. Deswegen übernachte ich seit 2 Tagen in der Klinik. Hans hat mir beigebracht wie ich das Gewehr benutzen, damit ich mich im Notfall verteidigen kann. Aber ich hoffe natürlich das ich es nicht benutzen muss, ich will schließlich niemanden verletzen. Außerdem ist es ziemlich schwer. Nachts ist es allerdings ganz schön unheimlich hier draußen. Ouagadougou ist ja eine Großstadt, aber hier wo das Krankenhaus ist, ist man doch schon recht weit außerhalb. Dementsprechend hört man Nachts Wildtiere. Das kann schon ziemlich gruselig sein. Dann wünsche ich mir immer das du bei mir bist. Ich vermisse dich und sende dir tausend Küsse
Dein Gretchen
Tina sah von dem Brief auf und gab ihn Marc zurück. Marc war nach der Arbeit bei ihr vorbeigekommen und hatte ihr Gretchens neusten Brief gegeben den er heute Morgen aus dem Briefkasten gefischt habe. „Du scheinst ihr wirklich viel zu bedeuten.“ Marc rieb sich den Nacken. „Sie ist seit unserer Schulzeit in mich verliebt. Was soll ich ihr denn jetzt schreiben? Hallo Gretchen, ich vermisse dich auch und kann es kaum erwarten bis du wieder in Berlin bist?! Ach übrigens ich habe dich betrogen aber das hat mir alles nichts bedeutet. Und sie war bestimmt nicht besser als du, genau kann ich das aber nicht sagen weil ich mich an nichts erinnern kann?!“ „Dummkopf! Du sagst ihr natürlich die Wahrheit! So wie es war! Du kannst sie schließlich nicht anlügen. Spätestens wenn Cedric mal wieder nach Berlin käme und sie sich träfen würde sie es erfahren. Oder denkst du das Cedric es ihr nicht aufs Brot schmieren wird? Du weiß wie er ist.“ „Doch das wird er mit Sicherheit. Einfach nur um mich zu ärgern. Aber wenn ich es ihr jetzt sage wird es dort unten eine Tränenflut epischen Ausmaßes geben. Sie hat niemanden der sie dort unten trösten kann und am Ende macht sie irgendwelchen Unsinn.“ „Du willst also warten bis sie wieder in Berlin ist und es ihr erst dann sagen?“ Marc stand auf und begann auf und ab zu gehen. „Ich weiß es nicht Tina. Ich weiß es einfach nicht! Ich habe noch nicht einmal eine Ahnung was ich ihr darauf schreiben soll. Gretchen, Gretchen hat so einen siebten Sinn! Wenn ich nur etwas anders schreibe wird sie merken das etwas nicht stimmt! Und wird dann notfalls sogar herfliegen um es herauszufinden. Und das wird sie mir nicht verzeihen! Dieser Peter hat sie damals kurz vor der Hochzeit betrogen und sie hat ihn eiskalt abgeschossen. Bei mir wird es nicht anders sein.“ „Willst du ihr also gar nicht schreiben? Aber dann merkt sie doch erst recht das etwas nicht stimmt.“ „Nein, sie wird nur denken das ich zu viel zu tun habe.“ Tina sah ihn skeptisch an. „Na ich weiß ja nicht… Aber das musst du wissen.“ Das geht doch garantiert nicht gut aus.
Ungefähr 2 Wochen später hielt Marc erneut einen Brief von Gretchen in seinen Händen.
Lieber Marc, hat mein letzter Brief dich nicht erreicht oder ist vielleicht deiner hier nicht angekommen? Ich hoffe es geht dir gut! Ich vermisse dich wirklich ganz schrecklich und freue mich sehr darauf wenn der nächste Brief von dir kommt! Sie geben mir immer so viel Kraft! Tausend Küsse
Dein Gretchen
Seufzend legte Marc den Brief in seinen Nachttisch zu ihren anderen Briefen. „Es tut mir Leid Gretchen.“
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 | Thema: Re: 2. Fanfiction von Kristin Do Dez 01, 2011 7:47 am | |
| [www.youtube.com/watch?v=6Hx_JJABWYw&feature=related] Marc saß auf seiner Couch. Vor ihm lagen alle Briefe die Gretchen ihm während der vergangenen 6 Monate geschrieben hatte. Er nahm den letzten zur Hand der ihn heute erreicht hatte.
Lieber Marc, ich weiß nicht was mit dir los ist das du nicht mehr auf meine Briefe antwortest? Habe ich etwas falsch gemacht? Wenn ja sag mir doch bitte was! Ich kann mich nicht mehr konzentrieren und muss ständig an dich denken. Bitte sag mir doch was ich falsch gemacht habe! Du weißt was du mir bedeutest. Ich möchte nicht dass das, was wir haben, auseinander geht! Ich liebe dich
Dein Gretchen
Wenn ich doch nur wüsste was ich ihr schreiben soll. Aber ich kann nicht so tun als ob nichts wäre. Ich will sie nicht anlügen. Aber genauso wenig möchte ich ihr das in einem Brief beichten. Sie soll es persönlich erfahren und nicht durch einen Brief. Nicht das sie dann etwas unüberlegtes tut. Deprimiert griff Marc nach der Bierflasche. „Warum nicht trinken? Morgen habe ich eh frei.“
[www.youtube.com/watch?v=7dQa3Oi9kGg&feature=related] Um 6 Uhr morgens hielt ein Taxi vor der Villa Haase und eine Person stieg aus. Sie bezahlte den Fahrer und schleppte ihre Koffer zur Haustür. In dem Moment in dem sie den Schlüssel ins Schloss stecken wollte wurde die Tür aufgerissen und Bärbel rannte sie beinahe über den Haufen. „Was fällt Ihnen ein vor fremder Leute Häuser…“ Bärbel verstummte als sie sah wer vor ihr stand. „MARGAREEETHEEEEE!!!“ Sie fiel ihrer Tochter um den Hals. Gretchen erwiderte die Umarmung. „Hallo Mama.“ „Lass dich mal anschauen mein Kindchen. Du hast abgenommen. Richtig dünn bist du geworden.“ „Na Mama jetzt übertreibst du aber.“ Aber trotzdem lieb das sie das sagt! „BUTTERBÖHNCHEN? Was ist das denn für ein Lärm?“ Franz kam die Treppe herunter. „Kälbchen!“, erstaunt sah er seine Tochter an. „Was machst du denn hier? Solltest du nicht in Afrika sein?“ Gretchen trat ein und schloss hinter sich die Tür. „Ich freue mich auch dich zu sehen. Papa. Fritz ist runtergeflogen. Dadurch war ich quasi überflüssig.“ Gut den Flug habe ich ihm bezahlt, damit ich endlich wieder bei Marc sein kann, aber das muss ja niemand wissen. „Ach Kälbchen. Komm mal her und lass dich drücken.“ Franz schloss seine Tochter glücklich in seine Arme. Ich bin so froh wieder zuhause zu sein. Ich habe die beiden ja schon vermisst. „Ich decke für dich mit und dann erzählst du uns beim Frühstück erst einmal alles in Ruhe.“ Gretchen schüttelte den Kopf. „Nein Mama. Tut mir leid, aber ich möchte so schnell wie möglich zu Marc. Das verstehst du doch sicherlich.“ Bärbel trat einen Schritt zurück. „Natürlich Kindchen. Na los. Fahr zu ihm.“ Gretchen gab ihrer Mutter und ihrem Vater einen Kuss auf die Wange. „Danke, ich habe euch lieb!“ Sie stürmte aus dem Haus und schnappte sich ihr Fahrrad. Ihre Eltern sahen ihr hinterher. „Unser kleines Gretchen wird flügge Franz.“ Franz nickte. „Ja, ich hoffe nur der Meier weiß was er tut! Denn sonst…“ Bärbel knuffte ihren Mann. „Franz lass das Margarethe und Marc alleine klären. Die beiden sind alt genug um zu wissen was sie tun. Und ändern können wir sowieso nichts.“
Marc ich komme! Gretchen radelte so schnell wie sie nur konnte. Völlig außer Puste kam sie vor seiner Wohnung an. [www.youtube.com/watch?v=66nXF0wNfdg] Nervös ging sie auf die Wohnungstür zu. Wie wird er wohl reagieren wenn ich vor ihm stehe? Wie werde ich reagieren? „Ganz ruhig Gretchen. Du klingelst nur bei deinem Freund. Da ist nichts dabei, also reiß dich gefälligst zusammen“, sprach sie sich selbst Mut zu ehe sie den Klingelknopf drückte.
Anmerkung: Tut mir Leid das bei dem Lady Antebellum Lied so viel geredet wird aber ich habe es in keiner besseren Qualität gefunden.
Zuletzt von Kristin am Do Dez 22, 2011 11:30 am bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
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 | Thema: Re: 2. Fanfiction von Kristin Fr Dez 02, 2011 8:42 pm | |
| Boah wer klingelt denn um die Uhrzeit?! Schlaftrunken stolperte Marc zur Wohnungstür und zog sie auf. Kaum hatte er das getan hatte er einen blonden Lockenschopf um seinen Hals hängen. Oh er sieht so sexy aus wenn er gerade aus dem Bett kommt!! Meine Träume werden auch immer realer. Kurzerhand übernahm Gretchen die Führung und begann den völlig perplexen Marc zu küssen. Es dauerte einige Sekunden ehe Marc begriff was ihm geschah. Moment, das ist kein Traum. Vorsichtig schob er Gretchen von sich weg und sah sie ungläubig an. „Du bist kein Traum“, wiederholte er mit rauer Stimme. „Nein. Nein Marc ich bin wirklich hier.“ Sie lächelte ihn glücklich an und legte ihre Lippen erneut auf seine. Marc´s Gedanken setzten aus. Er knallte die Tür zu und drückte Gretchen dagegen. Schob ihre Jacke von den Schultern und riss ungeduldig an ihren Blusenknöpfen. Diese gaben schließlich nach und kullerten klackernd über den Fußboden. Sein Mund wanderte nach unten, bedeckte ihr Dekolleté mit feurigen Küssen während seine Hände ihren BH öffneten und sich anschließend an ihrer Hose zu schaffen machten. Gretchen fuhr unterdessen mit ihren Händen über seinen Körper und knabberte an seinem Hals. Marc stöhnte auf währen er mit ihrem Gürtel kämpfte. Fluchend wollte er sich von ihr lösen um seine Aufmerksamkeit voll der Gürtelschnalle zu widmen, doch Gretchen eroberte seinen Mund und öffnete geschickt schnell selbst ihre Hose und ließ sie mitsamt ihrem Höschen hinunter gleiten. Marc löste sich von ihr und sah sie an wie sie so entblättert vor ihm stand. [www.youtube.com/watch?v=bGQUvM8Z5lg&feature=related] Sie war ein wenig schlanker geworden und ihre Muskeln an Armen und Beinen waren etwas definierter, doch sie hatte ihre Kurven dabei nicht verloren. Arme, Beine und Gesicht waren braungebrannt, jedoch schien sie ihrem restlichen Körper keine Sonne gegönnt zu haben. Sie ist noch hübscher als ich sie in Erinnerung hatte. Mehr konnte er nicht denken denn in diesem Moment kniete sich Gretchen, befreite ihn von seiner Boxershorts und begann ihn mit ihrem Mund zu verwöhnen. Marc stöhnte erneut laut auf, seine Hände vergrub er in ihren Haaren. Doch kurz bevor er zum Ende kam entzog er sich ihr und zog sie auf die Beine. Mit Leichtigkeit hob er sie hoch und trug sie in sein Schlafzimmer. Sanft legte er sie auf seinem Bett ab. Gretchen lächelte ihn glücklich an. Marc bedeckte ihren gesamten Körper mit küssen, bis er sich ihrer empfindsamsten Stelle annahm und sie eingehend verwöhnte. Als er spürte wie Gretchen´s Höhepunkt sich ankündigte unterbrach er sich. Gretchen gab Laute der Enttäuschung von sich und wand sich ungeduldig hin und her. Ihre Wangen waren gerötet, ihre Augen glasig und ihr Atem ging unregelmäßig. Er schob sich nach oben und gab ihr einen verlangenden Kuss. Während dessen fuhren seine Finger auf ihrem Körper auf und ab. Stöhnend bog sich Gretchen ihm entgegen. „Marc, bitte“, flehte sie als er kurz ihre Lippen frei ließ. Er hob sein Becken leicht an und drang tief in sie ein. Gretchen schrie leise auf und krallte sich an seinen Schultern fest. Mit einer quälend langsamen Stößen begann er sich in ihr zu bewegen. Marterte sie damit beide. „Marc“, laut stöhnte sie seinen Namen, was ihn weiter erhitzte und seine Selbstbeherrschung hinwegfegte. Sein Tempo beschleunigte sich und ihr Liebesspiel gipfelte in einem phänomenalen gemeinsamen Höhepunkt.
Zuletzt von Kristin am Do Dez 22, 2011 11:31 am bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
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 | Thema: Re: 2. Fanfiction von Kristin Sa Dez 03, 2011 10:45 am | |
| Schwer Atmend lag Marc auf Gretchen. Sie hatte ihre Arme und ihre Beine um ihn geschlungen und hielt ihn so eng bei sich. „Das war einfach..“ „Unglaublich? Bombastisch?“ Gretchen musste über Marcs Wortwahl lachen. „Ich würde eher sagen einmalig atemberaubend.“ Sie sah ihn zärtlich an. „Ich habe dich vermisst.“ Marc strich ihr über die Wange. „Ich dich auch Gretchen. Ich dich auch. Aber wie kommt es das du jetzt schon hier bist?“ „Fritz ist runtergeflogen.“ Marc gab ihr einen liebevollen Kuss den Gretchen nur zu gern erwiderte. Sie ist wieder hier! Bei mir! Endlich kann ich sie wieder halten! Als sie sich voneinander lösten schaute sie ihn nachdenklich an. Ich muss ihn einfach fragen. „Marc, warum hast du nicht mehr auf meine Briefe geantwortet? Habe ich etwas geschrieben was dich verärgert hat?“ Marc löste sich von ihr und setzte sich seufzend auf die Bettkante. Wie soll ich ihr das nur erklären? Wie soll ich Worte für etwas finden was ich selbst nicht fassen kann? Ich habe schon viele Frauen gehabt aber ich habe mir immer geschworen nie eine Beziehung zu zerstören in dem ich wissentlich mit einer Frau schlafe die vergeben ist. Und das gleiche gilt auch für meine Beziehungen. Also die zwei ernsthaften die ich jemals hatte. Wovon Gretchen die zweite ist. Ich habe mir geschworen keine Frau zu betrügen! Aber genau das habe ich getan!! „Marc was ist denn? Habe ich etwas falsches gesagt?“ Gretchen hatte die Decke um sich gewickelt und sich neben ihn gesetzt. Was hat er nur? Marc sah sie traurig an. „Nein Gretchen du hast nichts falsches geschrieben und erst recht nichts falsch gemacht.“ Gretchen legte ihre Hand auf seinen Arm. „Was ist los Marc? Du kannst doch mit mir über alles reden.“ Marc rieb sich die Augen. „Gretchen, ich weiß nicht wie ich dir das sagen soll. Es, ich habe scheiße gebaut Gretchen. So richtige Scheiße.“ Marc stand auf und lief auf und ab. Auch Gretchen erhob sich. „Marc jetzt sag doch endlich was mit dir los ist! Was immer auch passiert ist, du weißt ich stehe hinter dir. Ich stehe doch immer hinter dir!“ Er blieb stehen. „Das wirst du mir niemals verzeihen können. Das nicht. Aber du verdienst die Wahrheit.“ Er rieb sich das Gesicht. Am liebsten würde er sie wieder aufs Bett ziehen, sie festhalten, nie wieder loslassen und alles andere vergessen. Doch er wusste dass das nicht ging. Er musste es ihr sagen. „Zwei Abende nachdem ich dir meinen letzten Brief geschrieben habe war ich aus. Dabei, dabei habe ich Cedric getroffen. Er hat mich quasi dazu genötigt mich zu ihm und seiner Begleitung zu setzen. Die beiden waren schrecklich und ich habe viel zu viel getrunken damit der Abend erträglicher wird. Ich habe einen totalen Filmriss was die Nacht anging, aber ich bin am nächsten Morgen in dem Hotelzimmer von Cedric und seiner Begleitung aufgewacht.“ Gretchen sah ihn ungläubig an. „Ja und? Was ist so schlimm daran? Du hast bei den beiden im Hotel übernachtet. Das ist doch kein Grund mir nicht mehr zu schreiben!“ Was soll daran schlimm sein? Ist doch eigentlich verantwortungsbewusst dort zu übernachten als betrunken durch die Gegend zu laufen. Marc rieb sich den Nacken. „Ich hatte nichts an und lag neben seiner Begleitung im Bett.“ Gretchens Mund klappte auf, während Marc aus seinem Nachttisch einen Brief nahm. „Ich war total schockiert und bin erst einmal weg. Nach einer Weile bin ich zurück. Ich konnte mich ja an nichts erinnern und wollte Gewissheit haben, Gewissheit für uns. Sie hatten allerdings schon ausgecheckt. Aber Cedric hat mir einen Brief dagelassen.“ Mit zitternder Hand reichte er ihr den Brief und Gretchen las schweigend die Zeilen. Nein! Nein, das kann nicht sein! Das ist ein schrecklicher Traum! „Du hast mich betrogen?“ Ihre Stimme zitterte doch die Tränen hielt sie mühsam zurück. Er sah sie unglücklich an. „Gretchen ich kann es selbst kaum glauben! Glaub mir ich hatte nie den Gedanken daran und ich wollte das auch nie! Bitte, Gretchen, bitte du musst mir glauben!!“ Er trat einen Schritt auf sie zu, doch Gretchen wich vor ihm zurück. „Du hast mich betrogen“, flüsterte sie fassungslos. Langsam ging sie Rückwärts in den Flur. Sammelte ihre Kleidungsstücke zusammen und zog sich an. Ihre Knopflose Bluse hielt sie sich zu. „Gretchen bitte geh nicht. Ich wollte dich nie betrügen! Glaub mir!“ Gretchen sah ihn an. Die Tränen liefen, sie konnte sie nicht länger zurück halten. „Ich soll dir glauben? Was?! Das du es nicht wolltest? Du bist genauso ein Arschloch wie Peter! Aber bei ihm hat es wenigstens nicht so weh getan!!“ Sie schrie mittlerweile und die Tränen strömten ihre Wangen hinab. „Ich habe alles dafür getan um schon nach einem halben Jahr zu dir zurück zukommen. Ich habe Fritz das Ticket bezahlt! Ich habe mir Gedanken gemacht warum du mir nicht schreibst! Und dann komme ich hier her und was machst du? Statt mir reinen Wein einzuschenken f-fickst du mich und sagst mir danach das du dich in der Zwischenzeit mit einer anderen getröstet hast!! Du bist echt das letzte Marc! Das allerletzte!! Ich hasse dich!!“ Sie riss die Tür auf und stürmte aus der Wohnung. Marc blieb zurück und schloss langsam die Tür. Seine Beine trugen ihn zurück in sein Schlafzimmer. Ausdruckslos starrte er auf das zerwühlte Bett. Ich wusste es. Sie wird mir das niemals verzeihen können. Ich habe es vermasselt. Wütend auf sich selbst trat er gegen das Bett. „VERDAMMTE SCHEISSE!!“ [www.youtube.com/watch?v=PODMzqaWBow&feature=related]
Paralysiert fuhr Gretchen durch die Stadt. Ihre Tränen machten sie fast blind und es glich eigentlich einem Wunder das sie keinen Unfall baute und heil an ihrem Elternhaus ankam. Ohne ihre Eltern zu beachten ging sie in ihr Zimmer knallte die Tür zu und warf sich laut schluchzend auf ihr Bett. Mit der Hand griff sie nach der Fernbedienung für ihre Anlage und drehte die Musik laut auf. [www.youtube.com/watch?NR=1&v=cU3LnSvZ0gI] Franz und Bärbel sahen besorgt die Treppe hinauf als die Musik erklang. „Was hat sie denn jetzt schon wieder?“, seufzte Bärbel und nahm sich vor noch Orophax zu kaufen damit sie heute Nacht schlafen konnte. „Sprich doch mal mit ihr Butterböhnchen. Vielleicht ist es ja nichts ernstes. Ich möchte nämlich nur ungern meinen besten Chirurgen kündigen.“ „Lassen wir sie erst einmal in Ruhe Franz. Ich werde nachher mir ihr reden.“
Zuletzt von Kristin am Do Dez 22, 2011 11:33 am bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
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 | Thema: Re: 2. Fanfiction von Kristin So Dez 04, 2011 11:40 am | |
| Er hat mich betrogen! Marc hat mich betrogen! Gretchen schluchze laut. Warum? Warum hat er das getan? Warum tut er mir das nur an? Gretchen rollte sich auf der Seite zusammen und blickte auf die Wand. Ihr Herz blutete. Noch nie hatte sie jemand so verletzt. Der Betrug von Peter erschien da im Vergleich nur wie eine Lappalie. [www.youtube.com/watch?v=T5Xl0Qry-hA] Denkt er wirklich ich könnte ihm das verzeihen? Ich liebe ihn so sehr, aber das kann ich nicht! Alles würde ich ihm verzeihen, aber nicht das! Nein das kann ich nicht! Warum nur? Was habe ich falsch gemacht? Wäre ich doch nur nicht nach Afrika geflogen!
Nach einer Weile klopfte es und Bärbel trat ein und setzte sich auf das Bett ihrer Tochter. „Möchtest du darüber reden?“ Gretchen drückte die Stopptaste für ihre Anlage. „Ach Mama. Warum kann ich nicht einfach glücklich werden?“, schluchzte Gretchen und sah ihre Mutter unglücklich an. Sanft strich Bärbel ihr Tochter über den bebenden Rücken. „Was hat Marc denn gemacht? Dein Vater lässt fragen ob er ihn kündigen soll?“ Gretchen setzte sich auf und umarmte weinend ihre Mutter. Mein Vater würde Marc kündigen? Der Gedanke ist verlockend, wie soll ich nur jemals wieder mit ihm arbeiten? Aber Marc ist, auch wenn er ein Arschloch ist, ein begnadeter Chirurg. Wenn ich ihnen aber die Wahrheit sage wird Papa ihn definitiv kündigen. „Mama ich habe Schluss gemacht. Nicht Marc“, antwortete Gretchen schließlich schluchzend. Sie sollen die Wahrheit nicht erfahren. Auch wenn er es verdient hätte, aber ich werde seiner Karriere nicht schaden. „Aber Kindchen warum denn das? Du liebst ihn doch.“ Gretchen löste sich von Bärbel und sah ihre Mutter an während sie sich die Tränen von den Wangen wischte. „Ja Mama ich liebe ihn. Schon immer. Aber weißt du, manchmal genügt das einfach nicht. Marc und ich, wir – wir passen einfach nicht zusammen.“ „Ach Margarethe“, seufzte Bärbel, „Wenn man sich liebt kann man alles schaffen. Schau, sind dein Vater und ich dafür nicht das beste Beispiel?“ Gretchen lächelte leicht. „Ich freue mich das ihr euch wieder vertragen habt. Aber bei Marc und mir ist das etwas völlig anderes. Lässt du mich bitte alleine? Ach und sag Papa das er Marc nicht kündigen soll und ich morgen wie gewohnt arbeiten werde.“ Bärbel strich ihrer Tochter noch einmal über die Wange ehe sie das Zimmer verließ. Während sie die Treppe hinunter stieg wurde die Musik in Gretchens Zimmer wieder aufgedreht. [www.youtube.com/watch?v=ckLnlHE0bFE] „Und was hat sie?“, Franz wartete schon ungeduldig auf seine Frau. „Sie sagt das sie mit Marc Schluss gemacht hat weil sie zu verschieden sind. Und jetzt weint sie weil sie ihn trotzdem noch liebt.“ Seufzend setzte sich Bärbel auf die Couch. Franz setzte sich neben sie. „Ich verstehe die beiden nicht. Warum macht Kälbchen jetzt mit dem Meier Schluss? Ich musste ihn in den letzten Monaten schon fast zwingen sich an seine Ruhezeiten zu halten. Die beiden lieben sich, das sieht doch jeder.“ „Franz so kann das doch nicht weitergehen. Sie ist 30 bald 31 und wohnt immer noch bei uns. Ich will in diesem Leben noch Enkelkinder haben! Und die nächsten Wochen werden wir wohl kein Auge zu machen.“ „Ja und was willst du dagegen machen Butterböhnchen?“ Bärbel sah nachdenklich vor sich hin. Bis sie plötzlich aufstand und die Zeitung holte. „Wir werden ihr eine Wohnung suchen“ Franz sah Bärbel skeptisch an. „Denkst du das ist eine gute Idee?“ „Aber natürlich“, Bärbel nickte heftig. „Komm lass mal schauen ob wir etwas passendes finden. Und dann werden wir ihrem Glück ein wenig auf die Sprünge helfen!“
Zuletzt von Kristin am Do Dez 22, 2011 11:35 am bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
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 | Thema: Re: 2. Fanfiction von Kristin Mo Dez 05, 2011 12:24 pm | |
| Am nächsten morgen verließ Gretchen das Haus und stieg auf ihr Fahrrad. Wie soll ich das nur überleben ihn zu sehen? Aber ich muss es schaffen. Ich werde mir nicht anmerken lassen wie sehr er mich verletzt hat! Ich werde es schaffen und ich werde nicht weinen!!
Marc völlig gerädert in seinem Büro. Die ganze Nacht über hatte er sich nur hin und her gewälzt. Hatte keinen Schlaf finden können. Ich habe alles versaut. Wieso bin ich auch nur in dieser beschissenen Bar geblieben? Warum bin ich nicht einfach gegangen? Dann wäre jetzt noch alles in Ordnung und Gretchen würde mich nicht hassen. Gretchen. Ob sie mir wohl jemals verzeihen wird? Ihr Vater wird mir mit Sicherheit den Hals herum drehen. Es klopfte und Marc fuhr sich durch die Haare. Das wird er wohl sein. Naja ich habe nichts anderes verdient. „Herein.“ Zu seiner Überraschung betrat nicht Franz sondern Tina sein Büro. „Hallo. Ich wollte mal nach dir sehen. Man hört ja kaum was von dir.“ Wie sieht Marc denn aus?! Sie nahm auf dem Sofa an und betrachtete ihn besorgt. „Was ist passiert Marc?“ Marc seufzte. „Gretchen. Sie ist schon zurück. Sie stand gestern Morgen vor meiner Tür.“ „Oh.“ „Ja oh. Ich war total perplex, konnte nicht klar denken. Sie hat mich total überrumpelt. Und dann hatten wir…“ „Ihr hattet Sex?! Sag mal spinnst du Marc?! Du kannst doch nicht einfach mit ihr in die Kiste springen! Du musst ihr sagen was passiert ist! Sie hat die Wahrheit verdient!“ Tina stand auf und lehnte sich über den Schreibtisch und sah ihn eindringlich an. „Ich habe es ihr ja gesagt. Danach.“ Er trommelte mit seinem Kugelschreiber auf den Tisch. „Ich weiß ja das es falsch war das wir vorher miteinander geschlafen haben. Aber als sie vor mir stand. Nach den ganzen Monaten. Da, da hat einfach mein Hirn ausgesetzt.“ „Und? Was hat sie gesagt?“ Ehe Marc antworten konnte wurde die Tür aufgerissen und Gretchen stürmte in sein Büro. Sie sah nicht frischer aus als Marc. Ihre Augen waren rot und geschwollen und die Augenringe gruben sich tief in ihr Gesicht. Doch bei dem Anblick der fremden Frau welche sich zu Marc über den Schreibtisch beugte blieb sie abrupt stehen. „Gretchen“, Marc sprang von seinem Stuhl auf. Sie ist hier! Vielleicht will sie noch mal über alles reden. Boah Marc ist so ein Arschloch!! Erst betrügt er mich, dann hat er gestern mit mir geschlafen und jetzt hat er schon die nächste am Start! [www.youtube.com/watch?v=CqEHWJUFu1Y] Doch sie schluckte die Tränen hinunter die sich schon wieder ihren Weg nach oben bahnten. „Gretchen darf ich dir Tina vorstellen?“ Gretchen rang sich mühsam ein Lächeln ab. „Marc. Du musst mir deine Betthäschen nicht vorstellen. Denn nichts anderes sind Sie Tina. Verwunderlich das er sich überhaupt Ihren Namen merken kann. Hast du denn schon Ihre Nummer in dein kleines schwarzes Büchlein geschrieben?“ „Ähm“, mehr brachte Tina nicht heraus ehe Gretchen fortfuhr. „Aber wie auch immer. Es geht mich ja nichts an. Ich bin eigentlich nur hier um dir zu sagen das du mich ab heute wieder in die Schichtpläne eintragen kannst.“ Gretchen klatschte in die Hände. „So, ich bin dann im Schwesternzimmer. Meinem Vater habe ich übrigens nicht erzählt das du mich betrogen hast. Nenn es Gutmütigkeit, Torheit oder was auch immer, aber du bist nun mal ein guter Arzt und ich möchte nicht dass das Krankenhaus und die Patienten darunter leiden das du privat ein riesiges Arschloch bist.“ Sie drehte sich um und verließ ohne ein weiteres Wort das Büro. Gut gemacht Gretchen! Du warst so schlagfertig wie lange nicht mehr! Plötzlich wurde sie herumgerissen und von Marc an die Wand gedrückt. „Sag mal bist du vollkommen übergeschnappt?! Was sollte das da drinnen? Kannst du mir das verraten?“ Er blitzte sie zornig an. „Ohhh, habe ich dir deine Tour vermasselt? Das tut mir jetzt aber wirklich schrecklich leid.“ Sie sah ihn wütend an. „Du bist echt so erbärmlich Marc! Gestern schläfst du noch mit mir und heute machst du dir schon die nächste klar! Und jetzt las mich los! Ich muss arbeiten!“ Doch Marc dachte nicht daran. „Tina ist eine gute langjährige Freundin! Da ist noch nie etwas gelaufen und da wird auch nichts laufen!“ Gretchen schnaubte. „Als ob ich dir etwas glauben würde!“ Marc seufzte. „Gretchen es ist die Wahrheit. Und denkst du wirklich das es eine gute Idee ist jetzt schon wieder zu arbeiten? Ruh dich doch etwas aus. Du bist gerade erst aus Afrika zurück.“ Er sah sie besorgt an. Sie ist doch völlig durch den Wind. Sie sollte sich erst einmal sammeln. „Marc deine Wahrheit ist mir scheißegal! Ich kann sehr wohl alleine entscheiden wann und ob ich arbeiten kann! Und jetzt lass mich endlich los!!“ Gezwungenermaßen ließ er sie los und sah ihr nach wie sie um die Ecke verschwand. Tina trat zu ihm. „Soll ich mal mit ihr reden?“ Marc schüttelte den Kopf. „Nein, sie ist zu wütend. Sie wird niemandem zuhören.“ „Naja kannst du es ihr verübeln? Sie kommt aus Afrika direkt zu dir, du schläfst mit ihr und dann sagst du ihr das du sie betrogen hast. Sie ist verletzt, sehr tief verletzt. Und dann kommt sie heute hier her und sieht als erstes mich in deinem Büro.“ Marc seufzte. „Aber was soll ich denn machen Tina?! Mehr als entschuldigen kann ich mich doch nicht!“ „Gib ihr Zeit. Sie kann dir nicht mehr vertrauen…“ Ob sie das wohl jemals wieder kann? „MARC OLIVIER!!!!“ „Oah nicht auch noch die“, stöhnte Marc und kam seiner Mutter entgegen. “Mutter nenn mich nicht so! Was, was willst du?” Seine Mutter schwenkte einen Umschlag wie eine Fahne. „In meiner Post war ein Herzinfarkt!“ Marc verdrehte die Augen. „Dann sag Bescheid wenn er sein Ziel erreicht hat.“ Elke schlug mit ihrer Handtasche nach ihrem Sohn. „Marc es geht in diesem Brief um deinen Vater!“ Marc verkrampfte sich. „Ich habe keinen Vater und das weißt du Mutter.“ Elke verdrehte die Augen. „Ich weiß das du ihn hasst. Aber das hier ist wichtig! Marc Olivier, dein Vater ist gestorben. Der Brief ist aus Australien. Wir sollen zur Testamentseröffnung kommen.“ Marc starrte ihre Mutter ungläubig an. Diese Nachricht kam für ihn derart überraschend das er sogar vergaß sich über seinen Zweitnamen aufzuregen. „Er ist tot?“ „Ja doch, schau hier!“ Elke reichte ihm den Brief. Marc las ihn ausdruckslos durch. „Warum sollen wir dahin kommen?“ Elke zuckte mit den Schultern. „Wahrscheinlich hat er etwas zu vererben. Du warst schließlich sein Sohn und ich bin, zumindest auf dem Papier, immer noch seine Frau gewesen. Ich habe uns schon Flüge gebucht. Morgen Nachmittag. Wir gehen jetzt zu Franz und erklären ihm alles.“ Elke ergriff den Arm ihres Sohnes und zog ihn kurzerhand mit sich. Marc war immer noch so überrumpelt von dieser Neuigkeit das er sich widerstandslos fügte. Tanja sah ihm besorgt hinter her. Sein Vater. Oh weia. Das ist nicht gut. Marc hat seinen Vater immer verdrängt, ja regelrecht verleugnet. Nachdenklich ging sie zu den Aufzügen, als sie hinter einer Tür ein leises schluchzen hörte. Durch den Türspalt spähte sie neugierig hinein.
[www.youtube.com/watch?v=pudOFG5X6uA]In der Umkleide saß Gretchen und weinte bitterlich. Er ist so ein Arschloch! Behauptet er doch ernsthaft das wäre nur eine Freundin! Denkt er wirklich ich würde seine Lüge nicht durchschauen? Und dann will er mir auch noch Vorschreiben ob ich Arbeiten soll!! Ich hasse ihn so!! „Gretchen?“ Sie sah hoch und blickte direkt in Mehdis Haselnussbraune Augen. “Hallo Mehdi.” Schniefte Gretchen und suchte hektisch nach einem Taschentuch. „Hier.“ Er setzte sich neben sie und reichte ihr ein Tempo. „Danke“, murmelte Gretchen und schnäuzte sich. „Seit wann bist du wieder in Deutschland? Und warum weinst du? Hat Marc scheiße gebaut? Ich schwöre dir ich hau ihm eine runter wenn er dich verletzt hat!“ „Ich bin seit gestern wieder in Berlin. Du weißt von Marc und mir?“ Sie sah ihn fragend an. Er hat es mir direkt aufs Brot geschmiert, kaum dass wir uns das erste Mal wieder gesehen haben. „Er hat es erwähnt, ja. Was hat er getan? Hat er dich betrogen?!“ Gretchen zuckte zusammen, versuchte sich aber nicht anmerken zu lassen das Mehdi voll ins Schwarze getroffen hatte. „Nein, ich habe Schluss gemacht. Ich, wir, wir sind einfach zu verschieden. Auch wenn ich ihn liebe weiß ich jetzt das es zwischen uns niemals funktionieren wird.“ Sie verschweigt etwas. Ich weiß nicht was, aber irgendetwas verschweigt sie mir. Mehdi nahm Gretchen in den Arm. Dankbar schmiegte sie sich an ihn. Das tut so gut. Aber nicht das er sich jetzt wieder Hoffnungen macht. Verlegen löste sie sich von ihm. „Mehdi, vielen Dank das du gerade so für mich da bist. Aber, aber ich möchte dir wirklich keine Hoffnungen machen. Du bist für mich ein guter Freund, wenn nicht sogar mein bester Freund, aber mehr ist da wirklich nicht. Nicht bei mir.“ Mehdi musste lächeln. Sie kann so niedlich sein! „Ich weiß. Und keine Sorge, ich mache mir keine Hoffnungen. Während du in Afrika warst habe ich eine Frau kennengelernt. Es hat zwar nicht geklappt, aber, aber ich denke man könnte sagen ich bin über dich hinweg.“ Gretchen musste lächeln. „Also sind wir Freunde?“ Mehdi nickte. „Freunde. Und jetzt komm, in der Cafeteria haben sie sicherlich schon Schokopudding. Und dann erzählst du mir wie es in Afrika war. Ich will alles wissen.“
Zuletzt von Kristin am Do Dez 22, 2011 11:37 am bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
|  | | Kristin

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 | Thema: Re: 2. Fanfiction von Kristin Di Dez 06, 2011 8:58 am | |
| Vier Tage später stand Marc in seinem Hotelzimmer in Sydney auf dem kleinen Balkon und rauchte nachdenklich eine Zigarette. Mein Vater ist tot. Schon seltsam. Ich dachte immer wenn ich diese Nachricht bekomme würde ich Freude oder Erleichterung spüren, stattdessen fühle ich nichts. Wie lange habe ich ihn nicht mehr gesehen? Es ist Jahre her. Ich war 18 als er ging. Es war kurz nach meinem Geburtstag. Quasi ein verspätetes Geburtstagsgeschenk für mich. Er zog an seiner Zigarette und lehnte sich auf das Geländer. Woran er wohl gestorben ist? Und warum sollen Mutter und ich hier her kommen? Ich wusste noch nicht einmal das er hier in Sydney gelebt hat. Es klopfte an seine Tür. „Ich komme!“, rief er, drückte seine Zigarette aus, schnappte sich seine Jacke und trat auf den Flur hinaus. „Komm endlich Marc Olivier! Wir sollten pünktlich sein.“ Marc verdrehte die Augen, doch er hatte heute keinen Nerv seine Mutter zurecht zu weisen. Gemeinsam fuhren Sie mit einem Taxi an die verabredete Adresse. Es handelte sich um einen deutschsprachigen Anwalt, der sie bereits erwartete. „Willkommen. Ich hoffe Sie hatten einen angenehmen Flug und können trotz der unglücklichen Umstände ein wenig unser schönes Land genießen. Soweit ich weiß ist es ihr erster Besuch hier?“ Marc nickte ungeduldig. Ich will das endlich hinter mich bringen. Der Anwalt führte sie in sein Büro. „Herr Rainer Olivier Meier hat ein Videotestament verfasst. Wenn es Ihnen Recht ist werde ich es abspielen.“ Elke nickte während sie und Marc auf den Vorgesehenen Sesseln Platz nahmen. Der Anwalt legte eine DVD ein und betätigte die Tasten zum Abspielen. Das Bild eines Mannes erschien auf dem Bildschirm. Elke schnappte nach Luft und auch Marc atmete scharf ein. Sein Vater. Doch er hatte nichts mehr von dem Mann an sich an den sich Marc erinnerte. Er war krank gewesen das konnte Marc direkt erkennen. „Hallo Elke, hallo Marc. Wenn ihr dieses Video seht werde ich bereits tot sein. Ich habe Krebs, und es ist nur noch eine Frage der Zeit bis ich sterben werde. Ich kann nicht erwarten das ihr jetzt weinend vor dieser Botschaft sitzt. Dazu habe ich euch zu viel angetan. Ich weiß ich habe viele Fehler gemacht und das kann durch nichts entschuldigt werden.“ Er macht eine kurze Pause. Das reden schien ihn anzustrengen. „Elke, ich habe dir die Jahre unserer Ehe zu einem Martyrium gemacht. Ich möchte mich bei dir entschuldigen auch wenn ich weiß das ich es nicht wieder gut machen kann. Und mein Sohn, Marc Olivier. Ich weiß das du Arzt geworden bist. Ich habe immer versucht aus der Ferne so viele Informationen wie möglich über dich zu bekommen. Ich möchte das du weißt das ich sehr stolz auf dich bin. Es tut mir leid, denn ich weiß ich habe dir unsagbare Dinge angetan. Und es tut mir unglaublich leid. Das müsst ihr beide mir glauben.“ Er hustete und es dauerte einige Minuten ehe er fortfahren konnte. „Nun ihr seid hier weil ich etwas zu vererben habe. Ich habe in den vergangenen Jahren viel Glück an den Aktienmärkten gehabt und auch mit Immobilen hatte ich stets ein glückliches Händchen. In den letzten Wochen habe ich mithilfe meines Anwaltes alles veräußert. Die genaue Summe wird er euch gleich nennen. Ich möchte das jeder von euch die Hälfte meines Vermögens erhält. Lebt wohl ihr beiden. Ich habe jeden Tag an euch gedacht und jeden Tag bereut was ich euch angetan habe.“ Das Band stoppte. Elke holte ein Taschentuch hervor und schnäuzte sich. Marc hingegen starrte nur auf den Bildschirm. „Nun“, begann der Anwalt, „nochmals mein Beileid. Die genaue Summe des Vermögens beläuft sich auf 4 Millionen Euro. Ich habe mir erlaubt es bereits in Ihre gängige Währung umzurechnen. Die Beerdigungskosten und mein Honorar sind davon schon bezahlt worden. Außerdem gibt es noch das Haus in dem Herr Rainer Olivier Meier bis zu seinem Tod lebte.“
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|  | | Kristin

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 | Thema: Re: 2. Fanfiction von Kristin Mi Dez 07, 2011 7:47 am | |
| Gretchen saß gelangweilt vor dem Fernseher und zappte lustlos durch die Programme. Zwei Wochen waren vergangen seit dem sie Marc in seinem Büro die Meinung gesagt hatte. Und seit sie ihn das letzte Mal gesehen hatte. Ihr Vater hatte ihr mittgeteilt das Marcs Vater verstorben sei und sich Marc für unbestimmte Zeit Urlaub erbeten habe um nach Australien zu reisen und dessen Angelegenheiten zu regeln. Wie es Marc wohl geht? Ich kannte seinen Vater gar nicht. STOPP GRETCHEN! Du wirst nicht an Marc denken. Er ist nur noch dein Oberarzt. Mehr nicht. Du wirst nur noch an ihn denken wenn es etwas mit der Arbeit zu tun hat!! Warum läuft Sonntags eigentlich nur Scheiße im Fernsehen?! Genervt schaltete Gretchen mtv an und lehnte sich zurück. [www.youtube.com/watch?v=2PCfTHeFotg] Warum kann ich ihn nicht einfach vergessen? Er hat mich betrogen. Er hat mich hintergangen. Noch nie hat mir jemand so weh getan. Warum liebe ich ihn immer noch? Wann hört das endlich auf?! Ich will das alles nicht mehr! Warum hat er mir das nur angetan?! Ich wollte doch nur glücklich sein! Mit ihm! Wann hört es auf weh zu tun?! Zum Glück ist Mehdi für mich da! Er hat sich gestern sogar mit mir Titanic angeschaut! Und er lacht nicht wenn ich wiedermal wegen Marc heule. Oder verdreht, wie meine Mutter, die Augen. Wo ist die eigentlich schon wieder? Ob sie heute wieder Schokopudding kocht? Ich habe riesigen Appetit auf Schokopudding!! „MARGARETHEEEE!“ Hallte es ihr in diesem Moment aus der Eingangshalle entgegen. „Ja Mama?“, antwortete Gretchen. „Kommst du mal bitte? Dein Vater und ich wollen dir etwas zeigen!“ Seufzend stand Gretchen auf. Was haben die beiden denn jetzt schon wieder? Vor der Haustür standen ihre Eltern, beide mit einem dicken grinsen auf dem Gesicht. „Was gibt es denn?“ „Zieh deine Jacke an und komm mit Kälbchen. Wir haben eine Überraschung für dich.“ Mit mäßiger Begeisterung folgte Gretchen ihren Eltern zu deren Auto und stieg ein. Hoffentlich ist das nicht wieder eine von Mamas dämlichen Verkupplungsaktionenen! Sie verkrampfte sich als sie durch Marcs Straße fuhren. Was sollen wir hier? Puh, Gott sei Dank, Papa biegt ab. Aber warum hält er jetzt an?! Ich will hier weg! Wir sind nicht weit von Marcs Wohnung entfernt. Ich will hier nicht sein! Jetzt habe ich wieder die Bilder im Kopf wie wir uns das letzte Mal geliebt haben. Ich könnte heulen!! „Kälbchen kommst du?“, ihr Vater hatte ihre Tür geöffnet und sah sie abwartend an. Wiederwillig stieg Gretchen aus. „Was machen wir hier?“ „Lass dich überraschen und jetzt komm“, Bärbel zog ihre Tochter mit sich in ein Wohnhaus. Sie stiegen in den 3. Stock und blieben vor einer Wohnungstür stehen. Gretchen sah sich verwundert um und staunte nicht schlecht als Bärbel die Tür aufschloss. „Komm rein Gretchen.“ Verwirrt betrat Gretchen die kahle Wohnung. „Mama, Papa, was machen wir hier?“ Bärbel sah ihre Tochter ernst an. „Wir haben eine Wohnung für dich besorgt. Wir denken es wird Zeit für dich auf eigenen Beinen zu stehen. Die Miete ist ohne weiteres von deinem Gehalt bezahlbar. Und die Renovierungskosten übernehmen wir.“ Gretchens Mund klappte auf und sie sah ihre Eltern perplex an. Sie haben mir eine Wohnung besorgt?! Langsam sah Gretchen sich genauer um. Von dem kleinen Flur gingen alle Zimmer ab. Die erste Tür führte Sie in das Badezimmer mit Tageslicht. „Das ist das Bad“, erklärte Bärbel fachmännisch, „Ein Waschbecken und eine Badewanne. Die Fliesen gehen bis nach oben also kannst du dort auch Duschen. Außerdem ist da hinten ein Anschluss für eine Waschmaschine.“ Sie zog Gretchen weiter zur nächsten Tür. „Das Zimmer wird dein Schlafzimmer. Es ist genug Platz für einen Schrank und ein Bett.“ Gretchen konnte sich kaum alles genauer ansehen da wurde sie auch schon weitergezogen. „Und hier ist dein Wohnzimmer.“ Gretchen betrat den Raum er war recht geräumig. „Du hast hier genügend Platz für einen Esstisch, eine Couch, Fernseher und einen kleinen Arbeitsbereich. Komm ich zeige dir die Küche.“ Ihre Mutter schob sie über den Flur in den nächsten Raum. Die Küche war klein, aber schon mit allem eingerichtet. „Es ist sogar schon ein Kühlschrank drinnen Gretchen. Und die Fronten in diesem Rot sind doch auch sehr modern. Das einzige was fehlt ist eine Spülmaschine, aber für dich alleine brauchst du eigentlich keine.“ Gretchen sah sich um. Hier soll ich wohnen? Ganz alleine? Ich habe noch nie alleine gewohnt. In Köln habe ich erst ein WG Zimmer gehabt und bin dann mit Peter zusammengezogen. „Und wie gefällt es dir Kälbchen? Du musst nur noch den Mietvertrag unterschreiben. Deinen Vermieter kenne ich aus dem Golfclub und er hat uns ein gutes Angebot gemacht.“ „Es, es ist toll. Aber kann ich mir das wirklich leisten? Und woher soll ich das Geld für die Möbel bekommen?“ „Mach dir darüber keine Gedanken Kälbchen, die Wohnung liegt noch in deinem Budget. Das Laminat ist ja noch vollkommen in Ordnung, das kannst du übernehmen. Und die nächsten Tage machst du dir über die Gestaltung und die Einrichtung Gedanken. Möchtest du denn hier einziehen Kälbchen? Den Mietvertrag habe ich zuhause.“ Will ich das? Keine Mama mehr die in meinem Zimmer rumschnüffelt oder die mich an meinen freien Tagen weckt weil sie fragen muss ob ich Wäsche habe die gewaschen werden soll. Aber andererseits auch niemand mehr mit dem ich reden kann. Der mir Pudding kocht oder mich einfach mal in den Arm nimmt. Und dann ist die Wohnung auch noch so nah an Marcs Wohnung. Ich werde ihn jeden Morgen sehen wenn ich zur Arbeit radle. Oje, von hier ist das ja noch viel weiter. Aber seit der Sache in der U-Bahn traue ich den Öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mehr. Gretchen atmete tief durch. „Ja Papa. Ich werde den Vertrag unterschreiben.“
Zuletzt von Kristin am Do Dez 22, 2011 11:38 am bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
|  | | Kristin

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 | Thema: Re: 2. Fanfiction von Kristin Mi Dez 07, 2011 10:24 pm | |
| Zur gleichen Zeit betrat Marc seine Wohnung. Seinen Koffer ließ er achtlos im Flur stehen und warf sich auf seine Couch. Endlich wieder zuhause. Die 2 Wochen mit Mutter in Australien waren wirklich die Hölle. Und im Flugzeug konnte ich mich noch nicht einmal vor ihr zurückziehen. Aber zur Regelung von seinen Angelegenheiten war doch mehr Zeit nötig als erst gedacht. Wir haben mit dem Anwalt vereinbart das er sich im den Verkauf des Hauses und der Einrichtung kümmert. Es war schon seltsam sein Haus zu betreten. All die Gegenstände zu sehen mit denen er sich umgeben hat. Er hatte tatsächlich 3 Dicke Ordner mit Informationen, Bildern und Zeitungsausschnitten von mir. Es ist mir ein Rätsel wie er das zusammengetragen hat und irgendwie fühle ich mich unwohl dabei zu wissen das er mich all die Jahre beobachtet hat. Er hatte sogar Fotos von Gretchen und mir. Gretchen. Wie es ihr wohl geht? Was macht sie gerade in diesem Moment? Denkt sie noch an mich? Hasst sie mich immer noch? Vielleicht hat sie ja schon einen anderen. Nein, das glaube ich nicht. Er stand auf und ging zum Fenster um es zu öffnen. Nachdenklich stand er dort und rauchte eine Zigarette. Zwei Millionen. Mein Vater hat mir zwei Millionen Euro hinterlassen. Dabei war das letzte was ich zu ihm gesagt habe bevor er damals gegangen ist, das ich ihn hasse und ihn nie wieder sehen wolle. Und es stimmte ja auch. Ich habe ihn gehasst. Wie ich keinen anderen Menschen jemals gehasst habe. Und doch hat er mir und Mutter so viel Geld vermacht. Was soll ich nur damit? Eine größere Wohnung? Wozu? Ich bin alleine und arbeite viel. Mehr Platz brauche ich nicht. Aufhören zu arbeiten? Niemals. Meine Arbeit ist mein Leben. Aber was soll ich sonst damit machen? Am besten Anlegen. Ich sollte am Montag meine Bank anrufen und einen Termin mit meinem Berater machen. Sein Blick viel auf seinen alten Volvo der vor dem Haus in einer Parklücke stand. Das ist es! Ein neues Auto! Das werde ich mir kaufen. Ein richtig schickes neues Auto. Er wollte gerade seine Zigarette ausdrücken und an seinen Computer gehen um sich über die neusten Modelle zu informieren als er stutzte. Ist das da unten nicht Gretchen? Doch natürlich! Diese Lockenmähne würde ich überall erkennen. Was macht sie hier? Es wird doch schon dunkel. Will sie vielleicht zu mir?
Ich frage mich warum meinen Eltern ausgerechnet jetzt einfällt das sie ja noch mit Freunden verabredet sind und sie mich nicht nach Hause fahren können. Und natürlich hat niemand Geld für ein Taxi dabei. Grrr…. Plötzlich nahm Gretchen hinter sich schnelle schritte wahr. Panik kam in ihr auf. Ganz ruhig Gretchen, das ist sicher nur ein anderer harmloser Passant. Trotzdem beschleunigte sie ihre Schritte. „Hey! Hey, bleib doch mal stehen Puppe!“ Jemand riss sie grob herum. Sie spürte die Spitze eines Messers an ihren Rippen. Angst durchströmte sie wie ein elektrischer Schlag. „Was wollen Sie?! Wollen Sie Geld? Ich habe nichts bei mir, wirklich!“ „Klappe!“ Der Mann verstärkte den druck mit seinem Messer und Gretchen spürte wie es ihn ihre Haut schnitt, während er ihre Taschen durchsuchte. Scheiße was mache ich denn jetzt?! Was wenn der Kerl mich vergewaltigen will? Soll ich schreien?! Aber er hat ein Messer!! „HEY! LASS DIE FRAU IN RUHE!!!“ Ertönte plötzlich eine Stimme. Der Mann fluchte schubste Gretchen von sich und lief davon. Gretchen verlor die Balance und fiel auf die Motorhaube eines geparkten Wagens. Dabei stieß sie sich hart den Kopf und ihr wurde schwarz vor Augen.
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